DIE DUNKELKEIT HINTERGRUNDPRÄSENTATIONAMUSE ME MAGAZINE No01 02 MUSE (MYTHOLOGIE) MUSE (BEZIEHUNG) MUSE (GEGENWART) Die Mu...Es ist ja so, dass in manchem Leben beruflich nicht viel Außerordentliches geschieht. In meinem zum Beispiel. Meine Tage fließen dahin in Ereignislosigkeit und ich muss mich immer wieder zur Räson rufen, nicht immer so viel zu erwarten. Früher, als weder Smartphone noch Facebook mich in Atem hielten, passierte schließlich auch nichts.

Letzthin aber schrieb ich ein Theaterstück über die Schönheit. Für einen Wettbewerb zum Thema. Ist gar nicht schlecht geworden. Nein, es ist gut geworden. Für einmal hatte mich der Muse Kuss gefunden und ich mich selbst übertroffen. In drei Wochen brachte ich das Ding zu Papier. Ganze Absätze flossen nur so aus der Hand. Es war Glückseligkeit.

Dann brachte ich es zur Post. Rechtzeitig, sechsfach und gebunden. Die Adresse fein säuberlich in Calibri getippt und ausgedruckt. Große Lettern schwarz auf weiß. Kann man nichts mehr falsch machen, eigentlich. Doch zwei Tage später sah ich, dass die Dame hinter dem Schalter den Barcode des Pakets mit einer ganz falschen Adresse versehen hatte. Empfänger, Straße, Ort, alles falsch, falsch, falsch. Wie konnte das geschehen?

Schlimme Ahnungen. Wut. Aber auch noch Hoffnung. Schließlich steht die Adresse groß und leserlich auf dem Paket. Man muss nur darauf schauen. Man muss nur lesen. Doch heutzutage schaut man nicht mehr. Man hält nur noch das Lesegerät an den Code. Piep. Und wenn die Maschine sagt, dass das Paket nach Entenhausen muss, dann kann man es nicht einfach nach St. Florian bei Linz schicken.

Nun, so geht es denn dahin mein Paket und kommt nie an und nie mehr zurück. Es ist irgendwo in einem Depot, irgendwo im Transit. Ich weiß nicht wo. Niemand scheint es zu wissen. Der Suchauftrag danach scheint ebenfalls im Nirgendwo verpufft zu sein.

Vielleicht ist es verloren. Vielleicht kommt es noch an. Vielleicht muss ich es einfach hinter mir lassen. Es gilt das Datum des Poststempels. Wenn das stimmt. Halleluja.

 

5 thoughts on “Lost in Transit

    1. Haha, aufführen, das wäre ja schön! Bis jetzt ist es ja noch nicht mal verlegt. Vielleicht kennst du ja gleich auch noch einen passenden Verlag?😉

      1. Selfpublishing will ich nicht. Ich hätte ja eine Agentin, aber die versucht noch immer vergeblich, meinen ersten Roman unter die Haube zu kriegen… Mal sehen… Du kannst es gerne lesen. Ist auch nicht so lange, gerade mal 50 Seiten. Schick doch mal eine Mail an fstextbuero@gmail.com. Dann schicke ich es dir rüber in die Schweiz oder wohin auch immer.

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